Lacont Lithium-Akku-Schrank SiS Li-Ion Store und Charge ab Lager lieferbar!
Lacont Lithium-Akku-Schrank SiS Li-Ion Store und Charge ab Lager lieferbar!
Lithium-Ionen-Akkus sind aus dem modernen Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken – doch mit ihrer steigenden Verbreitung wächst auch das Brandrisiko. Rund 6.000 Brände pro Jahr in Deutschland werden durch Lithium-Akkus verursacht, Tendenz stark steigend. Ein Akku Ladeschrank F90 bietet den entscheidenden Schutz: 90 Minuten zertifizierter Feuerwiderstand, der im Ernstfall Leben rettet und Betriebsunterbrechungen verhindert.
Mit den Lacont Sicherheitsschränken SiS Li-Ion Basic Store und SiS Li-Ion 90 Safe Pro bieten wir Ihnen zwei TÜV-geprüfte Lösungen für jeden Bedarf – vom kompakten Handwerksbetrieb bis zur industriellen Großanwendung. Beide Modelle erfüllen die Anforderungen der neuen VDMA 24994:2024-08 und sind nach DIN EN 14470-1 zertifiziert.
Die Bezeichnung F90 kennzeichnet nach DIN 4102-2 einen Feuerwiderstand von mindestens 90 Minuten. Das bedeutet konkret: Im Brandfall hält der Schrank die Flammen und die kritische Hitze für eineinhalb Stunden zurück – unabhängig davon, ob das Feuer im Inneren des Schranks (Akkubrand) oder außerhalb (Gebäudebrand) entsteht. Diese 90 Minuten verschaffen Ihnen die nötige Zeit für eine geordnete Evakuierung und ermöglichen der Feuerwehr einen kontrollierten Einsatz. Im Vergleich zu anderen Feuerwiderstandsklassen bietet F90 einen deutlichen Sicherheitsvorsprung. Während F30-Schränke (feuerhemmend) nur 30 Minuten und F60-Schränke (hochfeuerhemmend) 60 Minuten Schutz bieten, gilt F90 als feuerbeständig und entspricht damit dem Standard, der auch für tragende Bauteile in mehrgeschossigen Gebäuden gefordert wird.
Ein Akku Ladeschrank F90 unterscheidet sich grundlegend von einem reinen Lagerschrank. Der entscheidende Faktor ist die Wärmeentwicklung: Beim Ladevorgang fließt Energie in den Akku, wobei ein Teil dieser Energie als Wärme abgegeben wird. Statistisch betrachtet ereignen sich die meisten Akkubrände genau während dieser Phase – das Brandrisiko ist beim Laden am höchsten. Aus diesem Grund verfügen professionelle Akku Ladeschränke über eine technische Entlüftung mit integriertem Ventilator, der die entstehende Wärme kontinuierlich abführt. Hinzu kommen Temperaturüberwachung, Rauchmelder auf verschiedenen Ebenen und ein Türkontaktschalter, der bei geöffneter Tür automatisch den Ladestrom unterbricht. Diese aktiven Sicherheitssysteme machen den Unterschied zwischen einem einfachen Aufbewahrungsort und einem echten Sicherheitskonzept.
Hochwertige Akku Ladeschränke F90 basieren auf einer doppelwandigen Stahlblechkonstruktion mit mehrschichtiger Brandschutzisolierung. Die Türen sind mit ölhydraulisch gedämpften Türschließern ausgestattet und schließen selbsttätig. Umlaufende Brandschutzdichtungen schäumen im Brandfall selbsttätig auf und verhindern so den Durchtritt von Rauch und Flammen. Die elektrische Ausstattung umfasst je nach Modell bis zu 40 Schutzkontakt-Steckdosen, abgesichert durch FI-Schutzschalter und Leitungsschutzschalter. Ein potentialfreier Schaltkontakt ermöglicht die Weiterleitung von Alarmsignalen an die Gebäudeleittechnik oder eine vorhandene Brandmeldeanlage – ein wichtiges Merkmal für die Erfüllung von Versicherungsanforderungen.
Seit August 2024 definiert das VDMA-Einheitsblatt 24994 erstmals einheitliche Anforderungen speziell für Akku-Sicherheitsschränke. Die Norm unterscheidet vier Schutzklassen, wobei Klasse I den Schutz von innen nach außen beschreibt und die Klassen I/O30 bis I/O90 zusätzlich den Schutz vor äußerer Brandlast für 30, 60 oder 90 Minuten garantieren. Ein Akku Ladeschrank F90 nach VDMA 24994 Klasse I/O90 bietet damit den umfassendsten verfügbaren Schutz. Ergänzend gelten weiterhin DIN EN 14470-1 für Sicherheitsschränke und DIN EN 1363-1/2 für Feuerwiderstandsprüfungen. Beim Kauf sollten Sie auf entsprechende Prüfzertifikate achten – idealerweise mit Realbrandprüfung durch eine anerkannte Prüfstelle wie das MPA Dresden.
Der Lacont SiS Li-Ion Basic Store richtet sich an Unternehmen, die eine zuverlässige Grundsicherheit bei moderatem Budget suchen. Mit Außenmaßen von 1148 × 591 × 2048 mm (B × T × H) und einem Gewicht von 600 kg bietet er ausreichend Kapazität für kleinere bis mittlere Akkubestände. Im Inneren finden vier höhenverstellbare Gitterroste mit je 75 kg Tragkraft Platz. Der beidseitige Feuerwiderstand EI 90 schützt sowohl vor internen als auch externen Bränden. Das integrierte Belüftungssystem mit Rauchmelder und Ventilator sorgt für einen sicheren Ladebetrieb, während feuerbeständige Kabeleinführungen die elektrische Installation ermöglichen. Der Basic Store ist als reine Lagervariante oder mit Steckdosenleisten zum aktiven Laden erhältlich. Optional kann ein Aerosol-Brandunterdrückungssystem integriert werden. Diese Konfigurationsflexibilität macht ihn zur idealen Wahl für Handwerksbetriebe, kleinere Produktionen und Facility-Management-Anwendungen.
Der Lacont Safe Pro repräsentiert die Spitze der Akku-Sicherheitstechnik. Als einziger Schrank seiner Klasse verfügt er über eine GS-Zertifizierung mit Realbrandprüfung durch das MPA Dresden – ein Qualitätsmerkmal, das bei Versicherern und Arbeitsschutzbehörden hohes Ansehen genießt. Mit einer maximalen Akkuleistung von 12 kWh und einer elektrischen Anschlussleistung von 3,5 kW ist der Safe Pro für anspruchsvolle Ladeszenarien ausgelegt. Die Außenmaße von 1212 × 664 × 2250 mm und das Gewicht von 706 kg unterstreichen die massive Bauweise. Der entscheidende Unterschied zum Basic-Modell liegt in den aktiven Sicherheitssystemen: Die selbstschließenden, dauerfunktionsgeprüften Türen nach DIN EN 16121/16122 gewährleisten auch bei häufiger Nutzung zuverlässigen Brandschutz. Die integrierte Steuereinheit kombiniert optische und akustische Alarmmeldung mit automatischer Stromabschaltung bei Rauchdetektion. Der potentialfreie Kontakt zur Signalweiterleitung ermöglicht die Einbindung in übergeordnete Sicherheitssysteme. Hinzu kommen geprüfte Rauchdichtigkeit, Überspannungsschutz und eine AwSV-konforme Bodenwanne für den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Diese Ausstattung macht den Safe Pro zur ersten Wahl für Industriebetriebe, Logistikzentren und überall dort, wo höchste Sicherheitsanforderungen gelten.
| Merkmal | SiS Basic Store | SiS 90 Safe Pro |
|---|---|---|
| GS-Zertifizierung (MPA Dresden) | – | ✓ |
| Selbstschließende Türen | – | ✓ |
| Integrierte Steuereinheit | – | ✓ |
| Automatische Stromabschaltung | – | ✓ |
| Potentialfreier Alarmkontakt | – | ✓ |
| Feuerwiderstand | EI 90 beidseitig | EI 90 beidseitig |
| Ideal für | Handwerk, kleine Betriebe | Industrie, Logistik |
| Max. Akkuleistung | nach Bedarf | 12 kWh |
| Artikelnummer im Shop | 221700160 | 221700161 |
Eine häufig gestellte Frage, die eine differenzierte Antwort verdient: Für die Lagerung und das Laden von Lithium-Ionen-Akkus existieren in Deutschland keine spezifischen öffentlich-rechtlichen Vorschriften, die einen Sicherheitsschrank explizit vorschreiben. Dennoch ergibt sich aus verschiedenen Regelwerken eine faktische Sorgfaltspflicht, deren Nichtbeachtung erhebliche Konsequenzen haben kann. Die DGUV Information 205-041 „Brandschutz beim Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien" enthält klare Handlungsempfehlungen: Laden auf nichtbrennbarer Unterlage, in trockenem und staubfreiem Bereich, bei Temperaturen nicht unter 0°C. Für größere Akkumengen wird ein Freistreifen von 2,5 Metern zu anderen Gütern oder ein brandschutztechnisch abgetrennter Bereich gefordert. Laden sollte möglichst unter Aufsicht oder mit Brandmelderüberwachung erfolgen.
Die Richtlinie VdS 3103 „Lithium-Batterien" des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft hat sich als maßgebliche Referenz etabliert. Sie kategorisiert Akkus nach ihrer Leistung und definiert entsprechende Schutzmaßnahmen. Für Akkus mittlerer Leistung (über 100 Wh und bis 12 kg Gewicht) – dazu zählen E-Bike-Akkus und professionelle Elektrowerkzeuge – fordert VdS 3103 entweder einen räumlichen Abstand von mindestens 5 Metern zu brennbaren Materialien oder eine baulich feuerbeständige Trennung in Kombination mit einer Brandmeldeanlage. Ohne automatische Löschanlage gilt ein Mindestabstand von 2,5 Metern. Die frühzeitige Einbindung des Sachversicherers wird ausdrücklich empfohlen. Versicherungsrechtlich gilt: Laden unter Beobachtung. Ein Akku Ladeschrank F90 mit integrierter Überwachung und Aufschaltung an die Gebäudeleittechnik erfüllt diese Anforderung optimal und kann Ihre Versicherungssituation positiv beeinflussen.
Unabhängig von der konkreten Schranklösung sind Arbeitgeber nach der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung für den Umgang mit Lithium-Akkus durchzuführen. Daraus ergeben sich Betriebsanweisungen und die Pflicht zur Unterweisung der Beschäftigten – vor Arbeitsaufnahme und mindestens jährlich. Gerichtsurteile haben bestätigt: Die erhöhte Brandgefahr beim Laden von Lithium-Akkus ist als allgemein bekannt vorauszusetzen. Wer diese Gefahr ignoriert, handelt fahrlässig – mit potenziellen Konsequenzen für Haftung und Versicherungsschutz.
Das gefürchtete Phänomen des Thermal Runaway beschreibt eine sich selbst verstärkende Kettenreaktion im Inneren einer Lithium-Zelle. Ausgelöst durch Überladung, Tiefentladung, mechanische Beschädigung oder externe Hitze beginnt die Zelle, sich unkontrolliert aufzuheizen. Die gesamte gespeicherte Energie wird schlagartig als Wärme freigesetzt. Der Prozess verläuft in charakteristischen Phasen: Ab etwa 80°C zersetzt sich die schützende SEI-Schicht auf der Anode. Bei 130°C schmilzt der Separator, der Anode und Kathode trennt. Ab 200°C reagieren die Elektroden mit dem Elektrolyt in einer exothermen Reaktion, die nicht mehr zu stoppen ist. Die Oberflächentemperatur kann bis zu 800°C erreichen – heiß genug, um Stahl zum Glühen zu bringen. Besonders tückisch: Nach einer mechanischen Beschädigung kann der Thermal Runaway mit einer Verzögerung von Stunden bis zu 72 Stunden auftreten. Ein Akku, der nach einem Sturz äußerlich unbeschädigt erscheint, kann am nächsten Tag in Flammen aufgehen.
Ein Akku Ladeschrank F90 unterbricht diese Gefahrenkette an mehreren Stellen. Die Rauchmelder und Temperaturüberwachung erkennen die frühen Warnsignale eines beginnenden Thermal Runaway. Die automatische Stromabschaltung verhindert weitere Energiezufuhr. Die feuerfeste Konstruktion hält selbst einen vollständigen Zellenbrand für 90 Minuten ein und verhindert die Ausbreitung auf andere Akkus oder das Gebäude. Optional erhältliche Aerosol-Löschsysteme bieten eine zusätzliche Schutzebene: Sie reagieren automatisch bei Temperaturen ab 180°C und unterdrücken den Brand innerhalb von Sekunden – wertvolle Zeit für Evakuierung und Feuerwehralarmierung.





In modernen Fertigungsbetrieben sind akkubetriebene Werkzeuge, Scanner, Messgeräte und Transportmittel allgegenwärtig. Die zentrale Lagerung und Ladung dieser Akkubestände erfordert ein durchdachtes Sicherheitskonzept. Ein Akku Ladeschrank F90 erfüllt die Anforderungen von Arbeitsschutz und Versicherern gleichermaßen und minimiert das Risiko kostspieliger Betriebsunterbrechungen.
Akkubetriebene Flurförderzeuge – vom Kommissionierer bis zum Gabelstapler – prägen die moderne Logistik. Die Akkus dieser Geräte fallen mit über 100 Wh und mehr als 12 kg in die Kategorie „hohe Leistung“ nach VdS 3103, was eine Einzelfallabstimmung mit dem Versicherer erfordert. F90-Ladeschränke für Ersatzakkus und mobile Geräte sind ein wesentlicher Baustein des Brandschutzkonzepts.
Elektrowerkzeuge dominieren Baustellen und Werkstätten. Täglich werden Dutzende Akkus geladen – oft ohne systematisches Sicherheitskonzept. Ein kompakter Akku Ladeschrank F90 wie der Lacont Basic Store schützt Betrieb und Mitarbeiter, erfüllt die Anforderungen der Berufsgenossenschaften und kann sich positiv auf Versicherungsprämien auswirken.
E-Bike-Händler und Werkstätten lagern und laden regelmäßig Kundenakkus – darunter auch beschädigte Exemplare zur Diagnose. Das Haftungsrisiko ist erheblich. Mit einer maximalen Akkuleistung von 12 kWh kann der Lacont Safe Pro mehrere E-Bike-Akkus (typisch 500-700 Wh) gleichzeitig sicher laden.
Bauhöfe, Grünflächenämter und Gebäudemanagement setzen zunehmend auf akkubetriebene Geräte. Die öffentliche Hand unterliegt dabei verschärften Arbeitsschutzanforderungen. Zentrale Ladestationen mit F90-Schutz sind ein Kernelement des betrieblichen Brandschutzkonzepts.
Ein Akku Ladeschrank F90 ist heute keine optionale Zusatzausstattung, sondern eine betriebliche Notwendigkeit. Die Kombination aus steigenden Akkuzahlen, dokumentierten Brandrisiken und verschärften Versicherungsanforderungen macht professionelle Lager- und Ladelösungen unumgänglich.
Mit den Lacont Sicherheitsschränken SiS Li-Ion Basic Store und SiS Li-Ion 90 Safe Pro bieten wir Ihnen zwei aufeinander abgestimmte Lösungen: Der Basic Store für den kosteneffizienten Einstieg mit solider Grundsicherheit, der Safe Pro für industrielle Anforderungen mit GS-Zertifizierung und maximaler Ausstattung.
Beide Modelle erfüllen die Anforderungen der DGUV Information 205-041, der VdS 3103 und der neuen VDMA 24994:2024-08. Die beidseitige F90-Klassifizierung, TÜV-Prüfung und deutsche Fertigung machen sie zur zuverlässigen Grundlage Ihres Brandschutzkonzepts.
Ein Akku Ladeschrank F90 ist ein speziell konstruierter Sicherheitsschrank für die Lagerung und das Laden von Lithium-Ionen-Akkus. Die Bezeichnung F90 nach DIN 4102-2 garantiert einen Feuerwiderstand von mindestens 90 Minuten – sowohl bei einem Brand im Schrankinneren als auch bei einem externen Feuer. Moderne Ladeschränke verfügen zusätzlich über Belüftung, Rauchmelder, Temperaturüberwachung und Steckdosen zum sicheren Laden.
Eine explizite gesetzliche Pflicht für Akku-Sicherheitsschränke existiert in Deutschland nicht. Allerdings ergeben sich aus der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) Sorgfaltspflichten, die eine Gefährdungsbeurteilung und entsprechende Schutzmaßnahmen erfordern. Die DGUV Information 205-041 und die VdS-Richtlinie 3103 definieren konkrete Anforderungen, deren Einhaltung von Versicherern oft vorausgesetzt wird. In der Praxis führt die Nichtbeachtung dieser Empfehlungen häufig zu Problemen mit dem Versicherungsschutz.
F90 ist eine Feuerwiderstandsklasse nach DIN 4102-2 und bedeutet, dass ein Bauteil oder Schrank im Brandfall mindestens 90 Minuten seine Schutzfunktion behält. Die Klassifizierung „feuerbeständig“ entspricht dem höchsten in der Praxis üblichen Standard. Zum Vergleich: F30 (feuerhemmend) bietet nur 30 Minuten, F60 (hochfeuerhemmend) 60 Minuten Schutz. Bei Akku-Schränken ist der beidseitige Schutz entscheidend – also sowohl von innen nach außen als auch umgekehrt.
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, haben aber unterschiedliche Ursprünge. F90 bezieht sich auf die deutsche Norm DIN 4102-2 für Bauteile. Typ 90 stammt aus der europäischen Norm DIN EN 14470-1 für Sicherheitsschränke zur Lagerung entzündbarer Flüssigkeiten. Beide beschreiben einen 90-minütigen Feuerwiderstand. Bei Akku-Schränken ist zusätzlich das neue VDMA-Einheitsblatt 24994:2024-08 relevant, das spezifische Anforderungen für diese Anwendung definiert.
Ja, regelmäßige Wartung ist für die Funktionssicherheit unerlässlich. Die Wartungsintervalle richten sich nach Herstellervorgaben und der Nutzungsintensität. Typische Prüfpunkte sind die Funktion von Türschließern und Schlössern, die Dichtungen, Rauchmelder und Temperaturüberwachung, der Ventilator sowie die elektrischen Komponenten. Bei Schränken mit Aerosol-Löschsystem ist die Haltbarkeit des Löschmittels (typisch 10 Jahre) zu beachten.
Ideale Aufstellorte sind gut belüftete, trockene Bereiche mit Temperaturen zwischen 10 und 25°C. Der Abstand zu brennbaren Materialien sollte mindestens 2,5 Meter betragen, sofern keine zusätzliche Brandschutzabtrennung vorhanden ist. Der Schrank muss auf ebenem, tragfähigem Untergrund stehen – bei 600-700 kg Eigengewicht plus Inhalt ist die Bodentragfähigkeit zu prüfen. Eine Aufstellung in Fluchtwegen oder vor Notausgängen ist nicht zulässig.
Der wesentliche Unterschied liegt im Ausstattungs- und Zertifizierungsniveau. Der Basic Store bietet soliden F90-Grundschutz mit Belüftung und Rauchmelder zum attraktiven Preis. Der Safe Pro ist die einzige Lösung mit GS-Zertifizierung nach Realbrandprüfung (MPA Dresden), selbstschließenden dauerfunktionsgeprüften Türen, integrierter Steuereinheit mit automatischer Stromabschaltung und potentialfreiem Alarmkontakt. Für industrielle Anwendungen und volle VdS-3103-Konformität ist der Safe Pro die richtige Wahl.
Standard-Ladeschränke sind für den Innenbereich konzipiert. Die Elektronik, Dichtungen und Oberflächen sind nicht für direkte Witterungseinflüsse ausgelegt. Für Außenanwendungen sind spezielle Lösungen erforderlich – beispielsweise Akku-Lagercontainer mit entsprechender Witterungsbeständigkeit. Alternativ kann ein überdachter, witterungsgeschützter Außenbereich in Betracht kommen. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung zu Außenlösungen.
Die wichtigsten Regelwerke sind die DGUV Information 205-041 „Brandschutz beim Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien“, die VdS-Richtlinie 3103 „Lithium-Batterien“ und seit August 2024 das VDMA-Einheitsblatt 24994. Die DGUV empfiehlt unter anderem Laden auf nichtbrennbarer Unterlage, einen Freistreifen von 2,5 Metern bei größeren Mengen und Laden unter Aufsicht oder mit Brandmelderüberwachung. VdS 3103 kategorisiert Akkus nach Leistung und definiert entsprechende Schutzabstände und bauliche Anforderungen.
Die Preise variieren je nach Größe, Ausstattung und Hersteller erheblich. Einstiegsmodelle wie der Lacont SiS Li-Ion Basic Store beginnen bei etwa 4.000 bis 7.500 Euro netto. Professionelle Lösungen mit GS-Zertifizierung und vollständiger Sicherheitsausstattung wie der Lacont SiS Li-Ion 90 Safe Pro liegen im Bereich von 7.000 bis 13.000 Euro netto. Optionale Aerosol-Löschsysteme und individuelle Konfigurationen beeinflussen den Endpreis zusätzlich.
Thermal Runaway bezeichnet eine unkontrollierte, sich selbst verstärkende Überhitzung einer Lithium-Zelle. Ausgelöst durch Überladung, Tiefentladung, mechanische Beschädigung oder externe Hitze beginnt eine Kettenreaktion: Die Zelle heizt sich auf, chemische Reaktionen beschleunigen sich, noch mehr Wärme entsteht. Die Oberflächentemperatur kann bis zu 800°C erreichen. Besonders gefährlich ist die mögliche Verzögerung von bis zu 72 Stunden nach einer Beschädigung. Ein Akku Ladeschrank F90 begrenzt die Auswirkungen eines solchen Ereignisses.
Grundsätzlich sind F90-Ladeschränke für alle gängigen Lithium-Ionen-Akkus geeignet – von Smartphone-Akkus über Elektrowerkzeuge bis zu E-Bike-Batterien. Die maximale Gesamtkapazität ist jedoch begrenzt: Der Lacont Safe Pro erlaubt beispielsweise maximal 12 kWh Akkuleistung. Nicht geeignet sind beschädigte Akkus mit sichtbaren Deformationen, Aufblähungen oder nach Sturz- bzw. Wasserschäden – diese sollten in speziellen Quarantänebehältern gelagert werden.
Die Kapazität hängt von der Schrankgröße und der Größe der Akkus ab. Der Lacont Basic Store bietet mit vier Gitterrosten (je 75 kg Tragkraft) Platz für zahlreiche Elektrowerkzeug-Akkus oder mehrere E-Bike-Batterien. Entscheidend ist neben dem Platz auch die maximale Akkuleistung: Beim Safe Pro liegt diese bei 12 kWh. Bei typischen E-Bike-Akkus mit 500-700 Wh entspricht dies theoretisch 15-20 Akkus – wobei die gleichzeitige Ladeleistung (max. 3,5 kW) ebenfalls zu berücksichtigen ist.
Bei sachgemäßer Nutzung und regelmäßiger Wartung beträgt die Lebensdauer eines hochwertigen Akku-Ladeschranks 15-20 Jahre oder mehr. Die Stahlkonstruktion ist nahezu unverwüstlich. Verschleißteile wie Dichtungen, Türschließer oder elektronische Komponenten können bei Bedarf ausgetauscht werden. Entscheidend für die Langlebigkeit sind die Vermeidung von Überlastung, regelmäßige Wartung und der Schutz vor mechanischer Beschädigung.
Wasser bietet die beste Kühlwirkung und wird vom GDV empfohlen, erfordert jedoch große Mengen und erzeugt kontaminiertes Löschwasser. In Akku-Ladeschränken kommen häufig Aerosol-Löschsysteme zum Einsatz, die wartungsarm arbeiten und Brände schnell unterdrücken. Spezielle Löschmittel wie F-500 EA oder PyroBubbles sind für kleinere Akkubrände geeignet. Nicht geeignet sind ABC-Pulver, CO₂ und Metallbrandpulver – Lithium-Zellen enthalten eigenen Sauerstoff, weshalb Erstickungslösungen wirkungslos sind.
In den meisten Fällen ist keine behördliche Genehmigung erforderlich, da es sich um Betriebsausstattung handelt. Bei größeren Installationen oder in bestimmten Branchen können jedoch Abstimmungen mit der Feuerwehr, dem Bauamt oder der Berufsgenossenschaft sinnvoll sein. Die Einbindung des Sachversicherers ist grundsätzlich empfehlenswert, um den Versicherungsschutz zu sichern und möglicherweise Prämienvorteile zu erzielen. In denkmalgeschützten Gebäuden oder bei Nutzungsänderungen können zusätzliche Anforderungen gelten.

Lacont SiS Akku Schränke finden Sie im ADESATOS Onlineshop. Wir beraten Sie gerne zu Ihrer individuellen Anforderung der Baterielagerung.

Bei ADESATOS finden Sie ein breites Produktsortiment der Gefahrstofflagerung und dem betrieblichen Umwelt- und Arbeitsschutz mit hochwertigen Produkten um Ihren Arbeitsalltag sicherer zu gestalten.
Sie planen ein neues Gefahrstofflager, möchten Lithium-Ionen-Batterien sicher lagern oder suchen passende Arbeitsschutzlösungen für Ihren Betrieb? Die Fachberater der ADESATOS GmbH unterstützen Sie gerne persönlich.
Telefon Hotline: 0800 8050900
Zentrale: +49 (0)6042 97 81 68-0
E-Mail: info@adesatos.com
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